Forstpolitik,  IG BAU,  Klimawandel

Waldbrand !!

Unter anderem in einem aktuellen Artikel des Spiegel setzt sich Prof. Dr. Johann Georg Goldammer mit dem Thema vermehrte Waldbrände in Folge der Klimaveränderungen auseinander.

Als Mitglied der Arbeitsgruppe Feuerökologie (seit 1990) und des Global Fire Monitoring Center (GFMC) befasst er sich in Forschung, Lehre und Anwendung mit den natürlichen und menschengemachten Bränden im Wald und deren ökologischen und auch gesellschaftlichen Auswirkungen und Folgen.

Dazu gehört auch das er eine bessere Ausstattung und Qualifikation der Forstbranche als erforderlich sieht. Die FörsterInnnen und Forstwirte sollten nach seiner Auffassung eine Ausstattung mit feuerfesten Spezialanzügen, die dazugehörige Ausstattung für die Erstbekämpfung von Waldbränden und eine dementsprechende Qualifikation erhalten. Auch das Üben von Einsätzen unter anderem an Trainingsfeuern sieht er als erforderlich.

In einer Ersten Hilfe vor Ort bei Waldbränden sieht Goldammer eine praktikable und auch im Verhältnis kostengünstige Waldbrandprävention.

Das die Feuer mehr werden und auch größer in ihren Ausmassen, dies sieht auch das European Forest Institute (EFI) in Bonn so und verstärkt seine Aktivitäten aktuell mit dem Projekt Waldbrand Klima Resilienz in diesem Bereich.

Als Projektleiter und Fachmann für Waldbrände fungiert hier Alexander Held. Herr Held hat durch aktive Erfahrungen in den USA und Südafrika das Thema Feuerökologie zum Feuermanagement sein Fachwissen erworben und ist als Fachexperte tätig in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Fachgremien vertreten.

Die IGBAU sieht an dieser Stelle die Verantwortung auf Bundes- und Landesebene und eine zwingend erforderliche Europäische Waldbrandprävention.

Hier könnten die Kolleginnen und Kollegen gerade aus den Mittelmeerländern bedingt durch ihre langjährige Erfahrungen vermutlich wertvolle Unterstützung leisten.

Waldbrand Strobenkultur, ca. 0,5 ha

Damit verbunden sehen wir diese Aufgabenstellung als ein weiteres Beispiel für die unbedingt erforderliche Katastrophenvorsorge durch ausreichend qualifiziertes forstliches Fachpersonal. Dies bestätigen auch die Fachleute, dass der in der Vergangenheit massiv erfolgte Stellenabbau in den Forstverwaltungen jetzt auch ein  Problem in der Waldbrandvorsorge darstellt. Ohne Forstleute auf der Fläche verteilt gibt es keine schnelle Erste Hilfe, keine lokalen Kenntnisse der betroffenen Waldflächen, keine Beratung der Waldbesitzer und der oftmals ehrenamtlichen Feuerwehren etc.

Ein weiteres Beispiel das die Forderung der IGBAU nach mehr Forstpersonal auf der Fläche vielfältig und begründet ist.

Auch im Landtag in Nordrhein-Westfalen wird nach den Waldbränden der letzten 2 Jahre die Waldbrandprävention zum Thema. Im aktuellen Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wird unter der Überschrift “Wachsende Waldbrandgefahr in NRW ernst nehmen –Brandprävention optimieren und effektive Brandbekämpfung ermöglichen” die Landesregierung aufgefordert zu den Fragen Stellung zu nehmen.

Die Stellungnahme der Landesvertretung zum Antrag finden Sie hier.

Peter Wicke

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