• Forstpolitik,  Forstwirtschaft,  IG BAU,  Tarif

    Erste Aussagen der Verhandlungsführung der Länder (TDL) zeugen von einem Realitätsverlust bei Öffentlichen Arbeitgebern.

    Ernüchternde Auftaktverhandlung für die Beschäftigten der Länder TdL geht auf Konfrontationskurs! Die erste Verhandlungsrunde für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder endete am 8. Oktober 2021 in Berlin enttäuschend. Ohne erkennbaren ernsten Willen, über unsere Forderungen verhandeln zu wollen, stempelten die Vertreter der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Gewerkschaftsforderungen als unrealistisch und überzogen ab. Stattdessen beharren sie auf einer Änderung beim Arbeitsvorgang. Die Arbeitgeber fordern einen grundlegenden Eingriff in den § 12 TV-L und lehnen die gewerkschaftsseitig vorgeschlagenen Veränderungen, die wir bereits für konkrete Problemfälle vorgeschlagen haben, ab.

  • Forstpolitik,  IG BAU,  Naturschutz,  Öffentlichkeitsarbeit

    Wald ist Klimaschutz, Thementag mit der SPD Landtagsfraktion.

    Am 05.10. konnte die IGBAU Landesvertretung Forst in NRW einen Teil der SPD Landtagsfraktion zu einer Exkursion im Wald begrüßen. Die gute Resonanz spiegelte das Interesse der Teilnehmenden SPD Genossen an den vielfältigen aktuellen Themen rund um den Wald wieder. Die Kollegen Marc Redemann und Peter Wicke für die Landesvertretung erläuterten anhand von verschiedenen Waldbildern die unverändert dramatische Lage des Waldes und auch die Ökonomischen Folgen für die Privaten und Kommunalen Waldbesitzer.     In der Region Rhein-Sieg in der Nähe von Eitorf, in der das Zusammentreffen stattgefunden hat, ist in weiten Teilen die Fichte bereits abgestorben oder kurz davor durch die Kalamität der Borkenkäfer abgetötet zu werden. Damit verbunden…

  • Forstwirtschaft,  Klimawandel,  Landesbetrieb Wald und Holz

    Das Ende der Borkenkäfersaison zeichnet sich ab.

    Mit Ende des Sommers, sinkenden Temparaturen und kürzeren Tageslicht reduziert sich die Aktivitätsphase der Borkenkäfer in den Fichtenbeständen in Nordrhein-Westfalen. Trotz der hohen Niederschläge und geringerer Temparaturen kam es auch im Jahr 2021 nicht zu einem zusammenbrechen der Borkenkäferkalamität in NRW. Wenn man sich die Summe an befallenen Flächen und auch die Fangzahlen in den dafür aufgestellten Monitoringfallen vor Augen führt, sprechen diese eine eindeutige Sprache. Diese Situation wird auch auf den durch den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen bereitgestellten Informationsseiten dargestellt. Die aktuelle Situation stellt sich in großen Teilen der Landesteile als weiterhin katastrophal dar. Die ökonomischen Auswirkungen werden sich sowohl kurz- als auch langfristig auch auf die Wiederbewaldung…

  • Forstpolitik,  Forstwirtschaft,  IG BAU,  Klimawandel,  Landesbetrieb Wald und Holz

    Landesregierung spart an falscher Stelle – Investitionen in den Wald wären Investitionen in Klimaschutz und Zukunft

    Für die IGBAU vertreten durch Antonia Kühn (IGBAU Regionalleiterin Rheinland), Reinhard Steffen (IGBAU Gewerkschaftssekretär) und Peter Wicke ( IGBAU Landesvertretung Forst) bestand nach langen Vorlauf die Möglichkeit im Rahmen eines Waldspazierganges mit Frau Ministerin Ursula Heinen-Esser aktuelle Fragen rund um den Wald und den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen anzusprechen.   Der ursprünglich geplante Termin unter Beteiligung von Anja Weber (DGB NRW) war durch Terminprobleme mehrfach verschoben worden.   Im Forstbetriebsbezirk Knechtsteden stellte Theo Peters (Wald und Holz NRW) unter Begleitung von Jörg Fillmann (Wald und Holz NRW) anhand von 2 Waldbildern die örtlichen Folgen der Dürrejahre vor. Sowohl der bereits zu großen Teilen geräumte Sitkafichtenbestand als auch ein Buchenaltholzbestand…

  • DGB Gewerkschaften,  IG BAU,  Rechtsschutz

    Rechtsschutz der IGBAU – Ein Forstwirt gelangt auf langem Weg zum Ziel !!

    Die Landesvertretung Forst und Naturschutz wurde 2018 durch einen Kollegen gebeten Ihn in einem Bewerbungsverfahren auf eine Funktion bei Wald und Holz NRW zu unterstützen.   Nach erfolglosen Versuchen ohne rechtliche Schritte eine Einigung zu erzielen wurde der Beschluss gefasst über den DGB Rechtsschutz den Kollegen in der Sache vertreten zu lassen   Die zuständige DGB Rechtsschutz Abteilung Paderborn übernahm den Fall und konnte dem Kollegen eine Zulassung zum Verfahren für seine Wunsch-Stelle als Forstwirtschaftsmeister ermöglichen.   Jedoch ganz so einfach war der Weg zum Ziel nicht.   Welche Positive Auswirkungen eine rechtliche Vertretung der Gewerkschaft bedeuten kann beschreibt der Artikel zum Verfahren.

  • IGBAU beim Waldgipfel 2019
    IG BAU,  Klimawandel,  Öffentlichkeitsarbeit

    Klimawandel im Wald: Was heißt das für die Beschäftigten im Forst?

    „Ich glaube, es gibt keinen Forstmenschen, dem es egal ist, wie es momentan draußen aussieht“ meint Försterin Rita Kotschenreuther. Im Video erklärt das IG BAU-Mitglied, wie Klimawandel und die damit verbundenen Änderungen bei den Niederschlägen dem Wald schaden – und welche Gegenmaßnahmen erforderlich sind. Die wiederum bedeuten Arbeit – viel zu viel, für viel zu wenige Beschäftigte. Eine Umfrage von uns ergab, dass viele von ihnen jetzt schon unter dem zusätzlichen Stress leiden, bis hin zum Burnout. Das bereitet unserem Stellvertretenden Bundesvorsitzenden Harald Schaum Sorge. Die Politik hat zwar mittlerweile finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, das alleine reicht aber nicht aus. Es braucht auch ausreichend und gut qualifiziertes Personal, um…

  • Forstwirtschaft

    DGB-Zukunftsdialog: Ohne gesunden Wald kein effektiver Klimaschutz

    Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Ein Großteil davon dient als Wirtschaftswald, bei dem die Produktion von Holz lange im Vordergrund stand. Dort wurden besonders viele Fichten auch als Folge des Rohstoffbedarfs in der Nachkriegszeit angepflanzt. Doch diese Nadelbäume wachsen hier oft an Standorten, die im Vergleich zu ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet zu warm und zu trocken sind. Die Bäume werden dadurch anfälliger gegenüber Schädlingen und Sturmschäden. Über 250 000 Hektar müssen aufgrund der Waldschäden auch in Laubwäldern und Mischwäldern bereits wiederbewaldet werden. Der Klimawandel verstärkt diesen Effekt. Die letzten extrem trockenen und heißen Sommer hatten dramatische Folgen: Die Menge der durch Schädlingsbefall zerstörten Bäume hat sich seit…

  • Forstwirtschaft,  IG BAU,  Landesbetrieb Wald und Holz

    Alles neu in NRW? Die Prüfungen zum Forstwirt/in 2021

    Prüfung unter dem Zeichen von Corona, Schadholz und einem novellierten Berufsbildungsgesetz. In diesem wie im letzten Jahr fanden die beruflichen Prüfungen unter besonderen Umständen statt. Schon die schriftlichen Prüfungen konnten nur unter besonderen Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Neben dem verpflichtenden Tragen einer FFP2-Maske oder medizinischen Maske sollte auch der Nachweis eines negativen Coronatestes vor der Prüfung erbracht sein, um an der Prüfung teilnehmen zu können. In den Pausen hieß die Devise alles auf Abstand und bloß nicht zu nahekommen. Neben dem immer vorhandenen Prüfungsstress sind das Voraussetzungen, die zusätzlich zu schaffen machen können. Die praktischen Prüfungen konnten dann dank unseres Berufes im Wald etwas unbeschwerter stattfinden. Jedoch konnten die Urkunden und…

  • Forstwirtschaft

    Fachgruppenversammlung der Forstbranche NRW in Gelsenkirchen

    26 Forstbeschäftigte diskutierten intensiv die Tarifverhandlungen 2021 und die Zukunft der Branche in NRW. In NRW standen die Wahlen für einen neuen Fachgruppenvorstand und die Mitglieder der Bundesfachgruppe Forst sowie einige weitere Gremien der Branchenvertretung an. Aus diesem Grund wurde das Regionalforstamt Gelsenkirchen kurzzeitig zur Herzkammer der Vertretung von Mitgliedern der IGBAU im Land Nordrhein-Westfalen. Das Forstamt bot für die unter Corona Bedingungen stattfindenden Zusammenkunft einen entsprechend großen Raum und so konnte unter entspannten Voraussetzungen eine angeregte Diskussion und die anschließenden Wahlen durchgeführt werden. An diesem Tag folgte der Branchenreferent für den Forstbereich der IGBAU Michael Schmitt. der Einladung des Vorstandes zu dieser Versammlung, um die fachliche Grundlage der Meinungsbildung…

  • Forstwirtschaft

    Anpassungen zum Klimaschutzgesetz reduzieren die CO2 Senke des Clusters Wald und Holz.

    Die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes angemahnten Vorgaben des Klimaschutzgesetz sollen durch Änderungen im  Klimaschutzgesetz konkreter werden. Die in der neuen Fassung vereinbarten Vorgaben stellen nach Auffassung des Wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik jedoch ein Risiko für die potenziellen Klimaschutzbeiträge von Wald und Holz dar. Für die Gesetzgebung stellt dieses Gutachten eine erneute “Ohrfeige” dar. Warum die Erkenntnisse des Wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik nicht mit in die Gesetzgebung eingeflossen sind erschließt sich nicht.

  • Forstpolitik,  Forstwirtschaft,  IG BAU,  Klimawandel

    Traumberuf oder nur Beschäftigungsverhältnis

    Ist das Berufsziel Försterin oder Förster im Zeichen der veränderten Berufs- und Umweltbedingungen überhaupt noch erstrebenswert? In Zeiten von Bullshit Jobs (David Graeber, 2018), bei denen die verrichtete Arbeit aus nutzloser Tätigkeit besteht, welche als nicht sinnhaft wahrgenommen wird, taucht die Frage auf: Wie zufrieden mit ihrem Beruf sind momentan die Försterinnen und Förster im Revierdienst in NRW?  Die Antwort ist eher verheerend: Stress- und Überlastungserscheinungen, die sich nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch schon im privaten Bereich manifestieren. Allzu deutlich wird dies bei den Themen Zeitdruck, hohes Arbeitsvolumen, mangelnde Planbarkeit der Arbeitszeit und Unzufriedenheit mit manchen Vorgesetzten. Selbst mit Hilfe einer guten digitalen Ausstattung in den Forstbetriebsbezirken fällt es…

  • Forstwirtschaft

    Frankreich will Forststellen reduzieren trotz großer Waldschäden !

    Völlig unverständlich erscheint die Pressemitteilung der Französichen Politik vom 10. 06. 2021, fast 500 Stellen von 8400 Beschäftigten in der Forstverwaltung abzubauen. In mehreren Französischen Zeitungen, unter anderen im “Le Figaro” wird die Entscheidung kritisiert, dass obwohl auch in Frankreich ein Programm von 150 Mio Euro für 5 Jahre zur Aufforstung von Wäldern genutzt werden sollen, die Menschen die es umsetzen jedoch werden abgebaut. Der Abbau von fast 500 Vollzeitstellen beim Office national des forêts (ONF) soll die “desolate” Finanzlage der Staatlichen Forstverwaltung ausgleichen. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Fach-Gewerkschaften in Frankreich befürchten seit längeren diesen Schritt, der aus Sicht der Gewerkschaften einhergehen würde mit einer grundsätzlichen Verschlechterung der…

  • IG BAU

    Wald in Not: IG BAU fordert zusätzliche Forstbeschäftigte !

    Zu den aktuell bekannt gegebenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum massiven Anstieg des Holzeinschlags in Deutschland erklärt Harald Schaum, stellvertretender Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU): “Die Zahlen zeigen, wie dramatisch die Lage in Deutschlands Wäldern ist. Die Folgen für das Forstpersonal sind es auch. Dürren, Stürme und Schädlingsbefall führen zu einer nie dagewesenen Arbeitsbelastung bei den Beschäftigten im Forst. Sie müssen nicht nur eine rasant gestiegene Zahl toter Bäume aus den Forsten holen, sondern zugleich die für den Klimawandel gewappneten Wälder der Zukunft anlegen. In einer Branchenumfrage der Gewerkschaft klagen neun von zehn Befragten über fehlendes Personal. Stress und Burn-out-Symptome haben besorgniserregende Ausmaße angenommen. Es ist höchste Zeit, dass…

  • Forstwirtschaft,  Klimawandel

    Ein Blick zu den nördlichen Nachbarn!

    Auch in Skandinavien verschieben sich die Überlegungen einer geänderten Waldbewirtschaftung in Richtung einer verbesserten CO2 Bindung im Wirtschaftswald. Die hier verlinkten Untersuchungen wurden veröffentlicht über die Plattformen https://forskning.no bzw. https://nibio.no. Die veröffentlichten Ergebnisse zeigen für die untersuchten Bestände in Norwegen das großes Potenzial für eine zusätzliche CO2 Bindung bei Verlängerung der in Skandinavien typischen kurzen Umtriebszeiten. Die NIBIO-Forschungsergebnisse stellen in ihrem Artikel dar, dass ein älterer Wald weiterhin ein stabiles Wachstum der Holzmasse aufweist, und das auch mit Umtriebszeiten weit jenseit der üblichen 65 Jahre als Betriebsziel. Dies gilt sowohl für die in Skandinavien weit verbreiteten Fichten- als auch Kiefernbestände. Weiterhin zeigen die Studien die Vorteile einer Abkehr von der…