Forstwirtschaft

“Der Nutzen der Holznutzung” eine Ansatz

Am 22.06. fand in Göttingen die diesjährige Tagung des 3N Kompetenzzentrums Niedersachsen statt, das Thema “Der Nutzen der Holznutzung” als Ansatz für eine Vortragsreihe zu den verschiedensten Themen in dieser Fragestellung füllte den großen Hörsaal des Max-Planck-Instituts in Göttingen. Die zahlreichen Interessenten erhielten zum Thema eine breite Palette an Informationen und die Möglichkeit zur Diskussion und Gedankenaustausch.

Nach den Vorträgen von Herrn Prof. Dr. Matthias Dieter vom Thünen-Institut in Hamburg mit der Überschrift “Der Nutzen der Holznutzung aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive”

und

den Auszügen aus dem Klimaschutzgutachten der Wissenschaftlichen Beiräte für Agrarpolitik und Waldpolitik beim BMEL zum Thema “Beiträge der Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz” von Herrn Prof. Dr. Hermann Spellmann von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen wurde das Ergebnis  der Erfassung und Bewertung von Klimaschutzleistungen im Forstbetrieb – Teilergebnisse aus dem Waldklimafonds-Projekt CO-2-OPT vorgestellt.

(Christian Schulz, Dr. René Wördehoff, Prof. Dr. Jürgen Nagel / Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt)

Anschließend stellte Prof. Dr. Christian Ammer von der Georg-August-Universität Göttingen  die Ergebnisse einer Studie über die Auswirkungen der Waldbewirtschaftung auf die Biodiversität vor.

Auswirkungen der Waldbewirtschaftung auf die Biodiversität / Prof. Dr. Christian Ammer

Gerade diese Studie trifft beim forstlichen Fachpublikum auf ein gesteigertes Interesse denn die Erkenntnisse stellen zumindest für den untersuchten Bereich fundierte Zahlen zur Verfügung und können in der ständigen Diskussion über  eine zukünftige Nutzung im Wald im Konflikt mit anderen gesellschaftlichen Interessen aufzeigen.

Die Frage wie den Verlust an Biodiversität stoppen oder reduzieren und gleichzeitig  eine Versorgung mit Holz als den Nachhaltigen Rohstoff schlechthin sicherstellen kann nur durch wissenschaftliche Erkenntnisse beantwortet werden.

Hier finden Sie eine zugehörige Presseinformation

Im anschließenden Vortrag von Frau Prof. Dr.-Ing. Anette Hafner von der Ruhr-Universität in Bochum

erläuterte Sie Erkenntnisse über die Beiträge zum Klimaschutz durch die Verwendung von Holz im Bausektor, Frau Hafner befasst sich mit Ihren Mitarbeitern mit den Einflüssen unterschiedlicher Materialien auf die Ökobilanzierung von Bauwerken sowie dem entwicklen ressourceneffizienter Konstruktionen und der Konzeption nachhaltigen Bauens.

In Ihrem Vortrag wurde nicht nur das errichten von Neubauten sondern vor allem auch der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes dargestellt, bis hin zur Kaskadennutzung, Weiterverwertung und letztendlich Entsorgung.

Nach der Erläuterung von Perspektiven für die Verwendung der Hauptbaumarten aus dem “Groben” durch Herrn Prof. Dr. Klaus Richter von der Technische Universität München stellte Jr.-Prof. Dr. Kai Zhang von der Georgs-August-Universität Göttingen die Verwendung des Rohstoffes Holz im Kleinen vor.

Zum Thema “Nanostrukturierte funktionale Materialien aus Holzkomponenten” erläuterte Herr Zhang eine Fülle an technischen Entwicklungen dar die das sonstige Themenspektrum der Tagung um eine komplexes und für viele Teilnehmer unbekanntes Gebiet der Holzverwendung erweiterte.

Herr Zhang stellte den Zuhörern unter anderem anhand von kurzen Videos vor welche technischen Möglichkeiten im Rohstoffholz auf Nanoebene bereits jetzt möglich sind. Sei es die Verwendung in Lacken oder als Beschichtung von Werkstoffen oder aber auch die Möglichkeit Materialien zu entwicklen die z.B. Ihren Agregatzustand je nach Temperatur ändern, z.b. von Blickdicht zu Durchsichtig und dies alles aus Holz auf Zellulosebasis.

Der abschließende Beitrag von Herrn Dirk Alfter vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Charta für Holz 2.0 und den Zielen  “Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen” rundete den eng getackteten Tagungstag ab.

Alle Beiträge zur Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

Peter Wicke

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